Berufskosten

Unselbständigerwerbende können ihre Berufsauslagen, soweit sie nicht von der Arbeitgeberfirma getragen werden, mit den nachstehenden Beträgen geltend machen. Sind beide Ehegatten berufstätig, sind die Abzüge getrennt zu ermitteln.

Fahrkosten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte

Kosten zwischen Wohn- und Arbeitsort können Sie wie folgt abziehen:
a) Bei ständiger Benützung öffentlicher Verkehrsmittel: die notwendigen Abonnementskosten. Bei Benützung der 1. Klasse legen Sie die Quittung bei.
b) Bei ständiger Benützung eines Fahrrades oder Kleinmotorrades (mit gelbem Kontrollschild): im Jahr CHF 700.
c) Bei ständiger Benützung eines Motorrades (mit weissem Kontrollschild) oder Autos: die Abonnementskosten 2. Klasse des öffentlichen Verkehrsmittels.

  • Die Kosten für das private Motorfahrzeug können Sie nur in folgenden Ausnahmen
    geltend machen, nämlich wenn ein öffentliches Verkehrsmittel fehlt, das heisst, wenn Wohn- oder Arbeitsort von der nächsten Haltestelle mindestens 1 Kilometer entfernt ist oder bei Arbeitsbeginn
    oder -ende kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht;
  • Sie mit dem privaten Motorfahrzeug eine Zeitersparnis von über einer Stunde pro Tag (gemessen von der Haustür zum Arbeitsplatz und zurück) erzielen;
  • Sie auf Verlangen und gegen Entschädigung des Arbeitgebers das private Motorfahrzeug tatsächlich ständig während der Arbeitszeit benützen und für die Fahrten zwischen der Wohn- und der Arbeitsstätte keine Entschädigung erhalten (legen Sie die Bestätigung des Arbeitgebers bei);
  • Sie infolge Krankheit oder Gebrechlichkeit ausserstande sind, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benützen (bitte Bescheinigung des Arztes beilegen)

Die folgende Übersicht zeigt, wie Sie die Abzüge geltend machen können:

  • Für die Benützung eines Motorrades mit weissem Kontrollschild CHF 0.40 pro Fahrkilometer
  • Für die Benützung eines Autos CHF 0.70 pro Kilometer für die ersten 10’000 km, CHF 0.55 pro Kilometer für die zweiten 10’000 km, CHF 0.45 pro Kilometer für die dritten 10’000 km und CHF 0.35 für jeden weiteren Kilometer. In diesem Pauschalabzug sind Garagenmiete und Parkplatzgebühren enthalten.

In der Regel ist der streckenmässig kürzeste Arbeitsweg abzugsfähig. Bei einer Fünftagewoche wird der Abzug für 220 Arbeitstage gewährt.

Mehrkosten der Verpflegung

a) Bei auswärtiger Verpflegung: Ein Abzug kommt nur in Betracht, wenn und soweit Ihnen aus der beruflich bedingten auswärtigen Verpflegung Mehrkosten gegenüber der normalen Verpflegung zu Hause entstehen. Dies ist der Fall, wenn Sie wegen grosser Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort oder bei aus beruflichen Gründen sehr kurz bemessener Essenspause eine Hauptmahlzeit nicht zu Hause einnehmen können. Der Abzug beträgt:

  • wenn die Verpflegung in anderen Gaststätten voll zu Ihren Lasten geht: pro
    Arbeitstag CHF 15, bei ständiger auswärtiger Verpflegung im Jahr CHF 3'200
  • wenn die Verpflegung durch den Arbeitgeber verbilligt wird (Kantine, Personalrestaurant, Barbeitrag, Essensgutscheine usw.) und Ihnen als Arbeitnehmer trotzdem Mehrkosten gegenüber der Verpflegung zu Hause entstehen: pro Arbeitstag CHF 7.50, bei ständiger auswärtiger Verpflegung im Jahr CHF 1'600;

b) Bei durchgehender, mindestens achtstündiger Schicht- oder Nachtarbeit: pro ausgewiesenen Schichttag CHF 15, bei ständiger Schicht- oder Nachtarbeit im Jahr CHF 3'200. Der Schichtarbeit wird die gestaffelte (unregelmässige) Arbeitszeit gleichgestellt, sofern Sie beide Hauptmahlzeiten nicht zur üblichen Zeit zu Hause einnehmen können.

Die vorstehenden Abzüge dürfen nicht kumuliert werden.

Mangels Mehrkosten können Sie keinen Abzug geltend machen:

  • wenn Sie für die Hauptmahlzeiten weniger als CHF 10 bezahlen bzw. wenn der Arbeitgeber bei der Bewertung allfälliger Naturalbezüge folgende Werte unterschreitet: Mittagessen CHF 10, Abendessen CHF 8 oder CHF 21.50 pro Tag für Morgen-, Mittag- und Abendessen.

Übrige für die Ausübung des Berufes erforderliche Kosten

Für weitere Berufsauslagen wie Berufskleider, Berufswerkzeuge (inkl. EDV-Hardware
und Software), Fachliteratur, privates Arbeitszimmer, Beiträge an Berufsverbände.

3 % des Nettolohnes gemäss Lohnausweis, mindestens jedoch CHF 2'000 und höchstens CHF 4'000

Für Einkommen aus einer regelmässig, aber nur teilzeitlich ausgeübten Erwerbstätigkeit (z. B. halbtags- oder tageweise) gilt folgende Regelung: Bei regelmässiger Erwerbstätigkeit mit einem Einkommen bis CHF 20'000 kürzen Sie die Pauschale von CHF 2'000 auf 10 % des Nettoeinkommens, abgerundet auf die nächsten CHF 100 (z.B. Einkommen CHF 10'750 = Pauschalabzug CHF 1'000). Zusätzlich zum gekürzten Pauschalabzug können Sie die Fahrkosten und allfällige Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung
geltend machen.

Der Nettolohn entspricht dem Bruttolohn nach Abzug der Beiträge an AHV/IV/EO und ALV, der laufenden Beiträge und von solchen aus Lohnerhöhungen an Personalvorsorgeeinrichtungen sowie nach Abzug der Prämien der obligatorischen Nichtberufsunfallversicherung.

Machen Sie geltend, dass die tatsächlichen Auslagen die festgesetzte Pauschale übersteigen, so weisen Sie diese Berufsauslagen in vollem Umfang nach. Legen Sie der Steuererklärung eine Aufstellung über die tatsächlichen Auslagen bei.

Mehrkosten bei auswärtigem Wochenaufenthalt

Wenn Sie sich während der Woche am Arbeitsort aufhalten, jedoch regelmässig über das Wochenende nach Hause zurückkehren und daher zu Hause steuerpflichtig bleiben, können Sie die beruflich notwendigen Mehrkosten der Verpflegung und Unterkunft abziehen. Bei der Unterkunft gilt nur ein Zimmer (bei einer Wohnung: höchstens 2 Raumeinheiten) als beruflich notwendig. In der Regel können folgende Abzüge vorgenommen werden:

Für die Mehrkosten der Verpflegung CHF 15 pro Hauptmahlzeit, somit CHF 30 im Tag, bei ganzjährigem Wochenaufenthalt CHF 6'400 im Jahr. Verbilligt der Arbeitgeber das Mittagessen (Kantine, Kostenbeitrag, Naturalleistung), wird für diese Mahlzeit der halbe Abzug von CHF 7.50 gewährt, somit gesamthaft CHF 22.50 im Tag bzw. CHF 4'800 im Jahr. Besteht eine Kochgelegenheit, können Sie den Abzug der Mehrkosten der Verpflegung nur für das Mittagessen geltend machen. Als Kosten der wöchentlichen
Heimkehr sind in der Regel nur die Auslagen des öffentlichen Verkehrsmittels abzugsberechtigt.

Abzug bei Nebenerwerb

Für sämtliche Auslagen bei Nebenerwerb in unselbständiger Stellung (einschliesslich
Fahrkosten, auswärtige Verpflegung usw.) gilt:
20 % der Einkünfte aus allen Nebenbeschäftigungen, total mindestens CHF 800 und höchstens CHF 2'400. Wer höhere Abzüge geltend machen will, hat diese vollumfänglich nachzuweisen.

Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen

Kommentare

Zu diesem Beitrag können keine Kommentare hinterlassen werden.